Bericht des Vorstands von Pro Bürgel, Berichtsjahr 2014/2015

Als erste Veranstaltung im Berichtsjahr haben wir am Bürgeler Altstadtfest teilgenommen. Makrelenfilets, Heringsbrötchen sowie Weizenbier und „Aperol Sprizz“ und Wein waren beliebt beim Publikum und bald ausverkauft. Nicht nur das gute Wetter, sondern auch viele altgediente, Vereinsmitglieder als Helfer haben uns neben dem Hausbesitzer Dieter Witting und natürlich seiner Gattin Ilse, die uns wie so oft nach Kräften unterstützten, einen vollen Erfolg beschert.

Ebenfalls zum Beginn des Berichtsjahres, anlässlich der Bürgeler Kerb 2014 haben viele Vorstandsmitglieder die Veranstaltungen besucht und dort Pro Bürgel hoffentlich gut repräsentiert.
Im November (11.11.!) anlässlich der Veranstaltung „OB vor Ort“ legte der Verein dem Oberbürgermeister eine Liste von über 20 Fragen zur Beantwortung vor, die ihn zusammen mit den Fragen der reichlich anwesenden Einwohner in ziemliche Erklärungsnotstände brachten. Insbesondere der Frage nach Einhaltung seines Wahlversprechens – persönliche Verantwortung für die Entfernung der ungeliebten Baumkübel – konnte er nur mit flapsigen Unverbindlichkeiten begegnen.

Zum wiederholten Male folgte der Weihnachtsmarkt dem inzwischen schon bewährten Konzept für Sortimente und Gebühren und war daher erneut ein voller Erfolg. Das Angebot war wiederum so vielfältig wie zuvor und begeisterte die Besucher. Wetter und Temperatur waren optimal, auch die meisten Anbieter waren recht zufrieden. Der Trend zu immer mehr Erweiterungen bereitet uns inzwischen aber deutliche Platzprobleme auf dem Dalles. Es wird Zeit für den Umbau! Ebenfalls für Pro Bürgel selbst war Dank vieler freiwilliger Helfer der Markt ein Erfolg. Auf- und Abbau liefen ziemlich problemlos und diverse Firmen stellten wieder die Transportmittel zur Verfügung, zum Beispiel Stenger Gartengestaltung, Dach-Hof und Lufttechnik Fleckenstein. Wie immer war die Stromversorgung nach den Plänen von Michael Kretschmar sicher und problemlos, soweit die Vorgaben unsererseits eingehalten wurden, das bedeutet, wenn die Elektrogeräte in Ordnung waren.

Gut angekommen ist wiederum unser Heft „Bürgel“, dessen zehnte Ausgabe wir präsentierten und das wie immer bei der Bürgeler Bücherstube und beim Vorstand zu erwerben ist. Durch bessere Konditionen ist der Einzelpreis pro Heft immer noch sehr günsti. Ganz besonders erwähnt werden muß hier erneut der Initiator der Heftreihe, das Geschichtskreismitglied Rudi Meyer, der bis dato an allen Ausgaben entscheidend mitgearbeitet hat- sowie sein Mitstreiter, unser Vorstandsmitglied Richard Stahlhut.

Unsere traditionelle Reinigungsaktion wurde diesmal aus Umweltschutzgründen (Jungvogelaufzucht) ohne die Aktion „sauberhaftes Hessen“ durchgeführt, hatte aber trotzdem eine gute Resonanz, auch diesmal wurde schon wieder mehr Abfall und Müll gesammelt. Unsere eigene Abschlussveranstaltung am Dalles ist halt doch eine viel bessere Möglichkeit, um unseren Teilnehmern persönlich zu danken und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Ansonsten hat der Vorstand diverse Termine wahrgenommen wie zum Beispiel den Kulturempfang der Stadt Offenbach, Neujahrsempfange von CDU Offenbach und SPD Bürgel – Rumpenheim sowie, als besonderen Höhepunkt die 25-Jahr-Feier des Bieberer Heimatvereins, auf der wir als Einzige außerhalb der Politik zu einem Wortbeitrag aufhefordert waren.

Leider sind unsere Anstrengungen, das Bürgeler Wappen als Marke schützen zu lassen, nicht geglückt. Das Deutsche Patent- und Markenamt urteilt, die Ähnlichkeit mit dem offiziellen Stadtwappen von Ellhofen sei zu groß und damit eine Verwechslungsgefahr gegeben.

Ganz aktuell ist momentan die Anstrengung der regierenden Rathauskoalition, Pro Bürgel im eigenen Stadtteil Konkurrenz zu machen, vielleicht schon mit Blick auf die Kommunalwahl 2016? Die lang bestehende und den Verantwortlichen bestens bekannte Vereinbarung zwischen der jüdischen Gemeinde Offenbach und uns über die Kennzeichnung der ehemaligen Synagoge soll jetzt durch ein aufwändiges Offenbacher Symbol konterkariert werden – das führt aber auch wieder mal zur Frage, wie die Zentralregierung mit den knappen finanziellen Mitteln umgeht – angeblich immer mit Bürgerbeteiligung?

Wir werden auch hier immer wieder den Finger in die offene Wunde legen müssen, um für unseren Stadtteil wirklich gute Ergebnisse zu erzielen – es kann und darf nicht sein, dass ehrenamtliches Engagement dermaßen mit Füßen getreten wird.

Zum Schluß habe ich wie immer die Ehre, Freude und Verpflichtung, meinem gesamten Vorstand und darüber hinaus den Mitgliedern im Veranstaltungsteam herzlich zu danken. Wie schon so oft, haben wir vertrauensvoll und manchmal auch hart zusammen gearbeitet um alle Feste und sonstigen Ereignisse zu ermöglichen. Wir verabschieden uns hier offiziell mit Dank und Anerkennung von unserem langjährigen Kassenwart Thomas Lenort, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr weiterführen kann.

Dankenswerter Weise finden sich für bestimmte Anlässe aber auch immer wieder weitere Mitstreiter, die uns tatkräftig unterstützen. Meist genügt ein Anruf, und die gewohnten Helfer stehen zur Verfügung. Trotzdem sind auch andere freiwillige Hilfskräfte immer durchaus gerne gesehen!

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